Teilkaskoversicherung oder Vollkaskoversicherung?

Im Zuge der Autoversicherung gibt es drei verschiedene Versicherungen, die der Kfz-Halter nutzen muss bzw. nutzen kann. Da die Kfz-Haftpflichtversicherung in Deutschland ohnehin als eine Pflichtversicherung unumgänglich ist, muss sich der Kfz-Halter lediglich die Frage stellen, ob eine Kaskoversicherung abgeschlossen werden soll, und wenn ja, welche. Zur Auswahl stehen die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung, die allerdings ohnehin dann auch den Teilkasko-Schutz mit einschließt. Die Teilkaskoversicherung sichert grundsätzlich das Fahrzeug gegen Schäden ab, die durch andere, nicht berechtigte, Personen verursacht werden oder aber durch Naturereignisse wie Hagel, Blitzschlag oder Sturm entstanden sind. Der Vollkasko-Schutz geht noch etwas weiter, denn im Rahmen der Vollkaskoversicherung sind auch noch Schäden versichert, die der Halter bzw. der berechtigte Fahrer selbst verursacht hat, die durch Vandalismus entstanden sind, oder durch eine flüchtige Person (Fahrerflucht) bzw. ein nicht strafmündiges Kind verursacht worden sind.

Teilkasko für Gebrauchtwagen, Vollkasko für Neuwagen?

Etwas verallgemeinernd kann man sagen, wenn die Entscheidung zwischen Vollkasko- und Teilkaskoversicherung ansteht, dass sich der Kfz-Halter vor allem auch am Wert des Fahrzeuges orientieren sollte. Daher ist es beim Kauf eines Neuwagens zu empfehlen, auf jeden Fall eine Vollkaskoversicherung abzuschließen, da der finanzielle Schaden zum Beispiel aufgrund eines selbst verschuldeten Unfalls, der zum Totalschaden am eigenen Fahrzeug führte, einfach sehr groß sein kann. Kauft man hingegen einen Gebrauchtwagen, der vielleicht nur noch wenige tausend Euro an Wert besitzt, dann ist die Teilkaskoversicherung im Grunde meistens vollkommen ausreichend, weil einfach das Verhältnis von Kosten (Versicherungsprämie) und möglicher Schadenshöhe für den Versicherten eher ungünstig ist.

Angebote vergleichen ist wichtig!

Egal ob man sich für die Teilkasko- oder für die Teilkaskoversicherung zur Absicherung von Neu- oder Gebrauchtwagen entschieden hat – man sollte stets einen Vergleich der Angebote vornehmen, denn mit dem „richtigen“ Versicherer lassen sich durchaus 100 Euro und mehr im Jahr an Versicherungsprämie einsparen. Solche Tarif- und Preisvergleiche werden zwar oftmals gegen eine Gebühr von 10 oder 20 Euro in Fachzeitschriften angeboten, jedoch gibt es darüber hinaus im Internet auch viele kostenlose Vergleiche, die man als Verbraucher problemlos nutzen kann. Auch die Stiftung Warentest ist sicherlich eine sehr gute Informationsquelle, da in der Fachzeitschrift Finanztest regelmäßig auch Versicherungsvergleiche abgedruckt werden.

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